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Melodram: Die Sehnsucht der Schwestern Gusmão im Heimkino

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Der Film Die Sehnsucht der Schwestern Gusmão erzählt in anmutigen Bildern. Bild: Piffl-Medien

Der Film Die Sehnsucht der Schwestern Gusmão erzählt in anmutigen Bildern. Bild: Piffl-Medien

Das preisgekrönte brasilianisch-deutsche Melodram Die Sehnsucht der Schwestern Gusmão (A Vida Invisível De Eurídice Gusmão) spielt im Rio de Janeiro der 1950er. Der Regisseur Karim Aïnouz erzählt uns darin die emotionale Geschichte des Schicksals zweier Schwestern in einer patriarchalisch geprägten Gesellschaft und beruht sich dabei auf einen Roman von Martha Batalha.

Ab sofort ist der Film auf DVD, Blu-ray und digital erhältlich.


Die Sehnsucht der Schwestern Gusmão

Rio de Janeiro, 1950.
Die Schwestern Eurídice und Guida sind, trotz aller charakterlicher Unterschiede, eng miteinander verbunden. Die kreative und introvertierte Eurídice findet innerhalb stark patriarchaler Gesellschaftsstrukturen Rückhalt in ihrer älteren und aufgeschlossenen Schwester Guida. Als Guida eines Tages mit einem griechischen Seemann durchbrennt und schon kurz darauf schwanger zurück auf der familiären Bildfläche erscheint, bricht sie damit alle Regeln ihres strengen Vaters. Sie wird von ihrer Familie verstoßen und ihr wird glaubhaft gemacht, dass Eurídice nicht zu Hause sei, sondern am Konservatorium in Wien ihren großen Traum vom Klavierspiel verwirkliche.

Eurídice wird derweil der Kontakt zur ihrer Schwester untersagt. Ihr Leben hat sich unter ihrer tyrannischen Familie zu ihrem eigenen Spottbild entwickelt. Sie führt eine lieblose und pragmatische Ehe. Der Verbleib ihrer geliebten Schwester wird ihr weiterhin verschwiegen.
Auf sich alleine gestellt, versuchen die beiden Frauen zu bestehen. Guida träumt von Emanzipation als alleinerziehende Mutter, während Eurídice versucht, Musik und Ehe gleichermaßen gerecht zu werden und dann zieht auch noch ihr herrischer Vater bei ihr ein.

Der Film Die Sehnsucht der Schwestern Gusmão beruht dabei auf Martha Batalhas 2016 erschienenem Debütroman Die vielen Talente der Schwestern Gusmão und erzählt in berührenden Bildern von dem Leben zweier Frauen, die davon träumen, dem Gefängnis des Patriarchats zu entfliehen. Dabei durchläuft der Film facettenreiche Gefühle, die stets zwischen Schmerz und Leidenschaft liegen, umspielt von der tropischen Kulisse Brasiliens.

Kurzzusammenfassung von Die Sehnsucht der Schwestern Gusmão (A Vida Invisível De Eurídice Gusmão)

Rio de Janeiro, Brasilien, 1950.

Die zwei Schwestern Guida und Eurídice sind eine unzertrennliche Einheit. Als Guida mit einem Martrosen durchbrennt und wenig später Schwanger zurückkehrt, wird diese von ihren tyrannischen Eltern verbannt. Ihrer Schwester Eurídice wird der Kontakt zu ihr untersagt. Auf schmerzliche Weise müssen die beiden Frauen nun alleine in einer patriarchalen Gesellschaft bestehen.

Produktionsort
Brasilien

Alterseinstufung
Ab 12 Jahren

Filmgenre
Melodram/Familiendrama

Stimmung
Ein facettenreich berührender Film. Zwischen Trauer und Freude werden dabei sämtliche Emotionen geweckt.

Taschentücher dürfen hier nicht fehlen.

Regie

Karim Aïnouz

Besetzung

Carol Duarte und Fernanda Montenegro als Eurídice Eurídice
Julia Stockler als Guida
Gregorio Duvivier als Antenor
Bárbara Santos als Filomena
Flávia Gusmão als Ana
Maria Manoella als Zélia
António Fonseca als Manuel
Cristina Pereira als Cecilia
Gillray Coutinho als Afonso

Klappentext des Romans von Martha Batalhas „Die vielen Talente der Schwestern Gusmão“

„Die beiden Schwestern Eurídice und Guida sind schön, mutig und eigensinnig. Sie leben im Rio de Janeiro der 1940er Jahre, doch auch wenn in der Stadt kosmopolitisches Flair herrscht, sollen Frauen vor allem eines sein: liebende Gattinnen und Mütter. Damit wollen sich die beiden Schwestern Gusmão allerdings nicht zufriedengeben. Und so ersinnen sie mit großem Einfallsreichtum immer wieder neue Wege, um ihrem Familienalltag zu entkommen. Ob als Köchinnen, Schneiderinnen oder Liebhaberinnen – die beiden erkämpfen sich ihr eigenes Glück. Und am Ende ihrer Reise werden sie herausfinden, dass die größte Lebensfreude dort verborgen ist, wo sie am allerwenigsten danach gesucht hätten.“

Suhrkamp/Insel

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