Fr. Aug 7th, 2020

Tell me about!

Online Magazin

Familienleben: Was tun bei Langeweile – Mit Kindern Spielen

5 min read
Zeit das Brettspielen zur Familientradition werden zu lassen. Bild: Pixabay

Zeit das Brettspielen zur Familientradition werden zu lassen. Bild: Pixabay

Kinder lieben Brettspiele. Hier dürfen Würfel gerollt, es darf ein wenig geschummelt und viel gelacht werden. Gerade heute, wo das Leben uns noch mehr an unsere eigenen vier Wände bindet, wird das gemeinsame Spielen fast schon zu einer Notwendigkeit für Familien. Das Spielen ist dabei nicht nur ideal zur kindlichen Entwicklungsförderung, es ist auch ein wirksames Mittel gegen Langeweile und Frust. Denn Brettspiele bedeuten vor allem eins: Spaß für die gesamte Familie!

Warum gerade zur heutigen Zeit das Brettspielen zu eurer Familientradition werden sollte, beschreiben wir euch in diesem Beitrag.


Erinnern wir uns an unsere eigene Kindheit zurück, sehen wir gemeinsame Kochaktionen mit unseren Eltern und Großeltern, spannende Lesereisen zu geheimnisvollen Orten und wir erinnern uns an Stunden voller Freude bei einem gemeinsamen Brettspiel mit unserer Familie.

Brettspielen mit Kindern gehört seit jeher zu einem schönen Familienritual. Wenn sich die gesamte Familie um den Tisch versammelt, kleine Leckereien bereitgestellt werden und unsere Kinder ein Spiel aussuchen dürfen, dann ist gemeinsamer Spielspaß angesagt. Aus Tagen wie diesen werden tolle Kindheitserinnerungen. Denn wenn alle etwas näher zusammenrücken, entstehen die schönsten Bindungen zwischen groß und klein.

Die Wissenschaft weiß: Spielen mit Kindern rockt!

Wer mit seinen Kindern spielt, legt die beste Basis zur kindlichen Entwicklung. Kinder lernen das Siegen und gleichzeitig auch mit Niederlagen umzugehen. Meist ganz ohne Wutanfall, denn die nächste Partie lockt sogleich zum Gegenschlag. Es werden nicht nur das Sozialverhalten und das Gemeinschaftsgefühl trainiert, deine Kleinen lernen auch, wie man sich an vorgegebene Regeln hält. Fast unbemerkt, laufen diese Lernprozesse voller Spielfreude ab.

Die passenden Brettspiele für Kinder finden

Welche Brettspiele du deinen Kindern anbieten solltest, ist eine Frage des Alters. Achte auf die von den Herstellern angegebenen Altersempfehlung. Diese findest du auf der Umverpackung des Spiels. Ein guter Tipp ist es ebenfalls, das Spiel vorab mit einem anderen Erwachsenen auszuprobieren. So kannst du dich rückversichern, ob das Spiel deinen Kindern gefallen könnte und vermeidest unnötigen Frust oder Überforderung.

Auch Webseiten können dir dabei behilflich sein. Durch das gezielte Suchen von Brettspiel-News, findest du zeitgemäße Spiele für deine Kinder.

Brettspiele fördern, fordern und machen Spaß! Bild: Pixabay
Brettspiele fördern, fordern und machen Spaß! Bild: Pixabay

Ab 3 bis 5 Jahren, kannst du erste Brettspiele mit deinen Kindern spielen

In diesem Alter reicht das Spielverständnis bereits für einfache Spiele. Zum Beispiel können Domino Spiele für Kinder gespielt werden, bei denen übereinstimmende Bilder aneinandergelegt werden müssen. Es eignen sich auch Brettspiele, wie das einfache Würfelspiel „Obstgarten“ von Haba, bei dem deine Kinder reife Früchte vor einem hungrigen Raben retten. Das spannende dabei ist, dass ihr das Spiel kooperativ spielt. Auch der beliebte Spielklassiker „Tempo, kleine Schnecke“ von Ravensburger ist für kleine Kinder empfehlenswert. Dabei handelt es sich um ein lustiges Wettrennen von Schnecken. Vorgerückt wird per Würfelglück.

In dieser Alterspanne ist es besonders ratsam, überschaubare Spiele auszuwählen, die nur wenige und eindeutige Regeln besitzen.

Ab 5 bis 7 Jahren, dürfen die Spiele pfiffiges Denken erfordern

Deine Kinder fangen in diesem Alter allmählich an ein Verständnis für Buchstaben und Zahlen zu entwickeln. Spannend werden jetzt Spiele, in denen sie diese Fähigkeiten einsetzen dürfen. Immer einfacher werden in diesem Alter auch das vorausschauende Denken und die Logik, sie dürfen ruhig von dir gefördert werden. Besonders eignen sich dafür Spiele wie zum Beispiel „Monopoly Junior“. Hier werden pfiffiges Denken und der Umgang mit Zahlen auf einfache Weise gefördert. Ganz im Zeichen der Zeit ist dagegen das Spiel „Scubi Sea Saga“ von Rudy Games. Das interaktive Legespiel verbindet ein tastbares Brettspiel mit einer App. Hier können deine Kinder ihre ersten Gehversuche in das interaktive Spielen wagen.

In dieser Altersgruppe möchten deine Kinder ihre neu erlernten Fähigkeiten beim Spielen anwenden. Achte darauf, dass sie weder überfordert noch unterfordert werden. Beides führt zu Frust.

Ab 7 bis 9 Jahren, sind Kinder schon kleine Strategen

Das Brettspielen mit Kindern macht in diesem Alter besonders viel Freude. Deine Kinder können jetzt Gefühle deuten und deine Spielzüge etwas vorausahnen. Vor dir sitzen kleine Strategen, die vorausplanen können. Das kann eine echte Herausforderung für uns Erwachsene sein. Jetzt eignen sich kniffelige Legespiele, wie zum Beispiel „Azul“. Bei dem Spiel des Jahres 2018 verzieren klein und groß die Wände eines königlichen Palastes mit prunkvollen Fliesen. Für ausgelassenes Lachen sorgen hingegen Kartenspiele wie „Drecksau“ von Kosmos. Hier gewinnt, wer all seine Schweine als erstes so richtig schmutzig werden lässt.

Nun hast du wahre Spielgegner vor dir sitzen, die dich herausfordern wollen. In diesem Alter zählt, jedes Spiel darf ausprobiert werden, es sollte aber Kindgerecht bleiben.

Und wenn der Wutanfall herausbricht?

Spielen hilft deinen Kindern dabei, zu lernen, dass es im Leben immer wieder Erfolge und auch Rückschläge geben wird. Wenn dein Kind während des Spielens traurig oder wütend wird, weil es zum Beispiel gerade ein Spiel verloren hat, erinnere dich an deine Gefühle, wenn du eine Niederlage erlebst. Gefühle spielen immer eine Rolle und dürfen auch bei einer Spielrunde Raum haben. Diese zu unterdrücken wäre für deine Kinder ein unaushaltbarer Kraftakt.

Ich empfehle euch, auch wenn es schwer fällt, lasst eure Kinder nicht immer bewusst gewinnen. Nur so können sie lernen, dass Rückschläge nicht schlimm sind. In der nächsten Partie könnte schließlich schon ein Erfolg auf sie warten. Mit diesem Wissen im Rucksack, können deine Kleinen ihre Gefühle schon bald bändigen.

Beim Spielen mit Kindern sind Mitgefühl, Verständnis, Freude und das Erlebnis der Gemeinschaft besonders wichtig.

Gehört das Spielen mit Kindern für eure Familie zu einem Tag voller Freude? Habt ihr vielleicht sogar schon ein Lieblingsspiel? Schreibe mir doch einen Kommentar dazu.

17 thoughts on “Familienleben: Was tun bei Langeweile – Mit Kindern Spielen

  1. Ich bin zwar schon erwachsen und habe keine Kinder, aber ich liebe Spiele auch sehr. Ich mag vor allem Spiele wie Keltis, Elasund – aber auch Kartenspiele wie Ligretto und Lama.

    1. Hallo Miriam,

      auch für Erwachsene ist das Spielen ein wunderbares Hobby. Gerade schnelle Kartenspiele wie „LAMA“ lenken gut vom stressigen Alltag ab. Wie schön, dass uns die Liebe zum Spiel verbindet.

      Liebe Grüße
      Marie

  2. Ich bin gespannt. Wir haben für den Halbbruder meines Freundes ein Spiel zum Geburtstag verschickt. Das verrückte Labyrinth Junior – mal sehen wie es ankommt.
    Gesellschaftsspiele sind immer unheimlich hilfreich und es verbindet auch irgendwie.
    Lg

  3. Also mal vorweg. Ich selbst keine Kinder. Meine Freundinnen meist zwei Stück. Hut ab. In den letzten Wochen lief bei mir das Telefon heiss. Frust, Verzweiflung und Resignation. Wieviele Spiele muss man als Mama kennen? Konnte ich nicht beantworten. Super. Jetzt kann ich den Artikel hier teilen. Du hast ziemlich viele „Mutties“ damit gerettet, denk ich mir. Viele liebe Grüße!
    Marion

  4. Bei uns in der Familie wird schon immer viel gespielt.
    Ich denke mir, damals als Kind, hat das defintiv geholfen um Erfolg und Misserfolg zu lernen. Natürlich haben mich meine Eltern und Verwandte auch mal gewinnen lassen, aber nicht die ganze Zeit über. Häufig erlebe ich es in der aktuellen Zeit, dass Kinder scheinbar vergessen haben das auch das Verlieren ein Teil vom Leben ist. [Man kann eben nicht immer gewinnen, wie sollte das auch gehen.] Den kleinen Geschwistern von meinem Freund schenken wir häufig Brettspiele.
    Ich selbst habe, noch, keine Kinder. Werde aber darauf achten. Gerade durch meine Kinderlosigkeit hat mir dein Artikel geholfen. Bei den zukünftigen Spielen die ich verschenken werde, werde ich zunehmen nicht nur auf die Altersangabe, sondern auch auf das Verständnis der Kinder achten.
    LG

  5. Tempo, kleine Schnecke hatte ich auch als Kind! Das war auch bei mir eines der ersten Brettspiele, die ich hatte. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich reagiert habe, wenn ich verloren habe. Aber ein Freund hat vor kurzem erzählt, dass sein jüngerer Sohn mal eben das ganze Spiel durch die Gegend geworfen hat, weil sein Bruder gewonnen hat. Aber mit 5 Jahren kann man damit tatsächlich nicht immer gut umgehen. Schön fand ich damals auch das TKKG-Spiel und das Der kleine Maulwurf Spiel aus der Sendung mit der Maus.. Ob es das heute noch gibt?

    1. Hallo Tanja,

      das Spiel „Die Maus: Die Mausefalle“ gibt es tatsächlich noch im Handel zu erstehen. Wunderbar, dass du als Kind so viel gespielt hast. Schöne Kindheitserinnerungen sind unersetzlich.

      Liebe Grüße
      Marie

  6. Ich kann mich noch an Monopoly bei uns früher erinnern. Ich glaube wir haben das Spiel nie zu Ende gespielt, weil einer immer das Spielbrett umgeworfen hat 😀 Ich denke gerade jetzt sind Gesellschaftsspiele eine tolle Beschäftigung abseits von Smartphone und Computerspielen 🙂
    Lg Denise

  7. Das im Beitragsbild abgebildete Jenga-Spiel ist ganz toll! Meine Tochter hat das in einer großen Outdoor-Ausführung und es begeistert uns immer wieder. Ein Spiel für Groß und Klein.

    1. Hallo Alice,

      dein kleines Taufkind freut sich bestimmt auch über altersgerechte Spiele. Danke dir und habt viel Freude beim gemeinsamen Spiel.

      Liebe Grüße
      Marie

  8. Azul ist so ein tolles Spiel! Habe das vor ein paar Wochen kennengelernt und mein Freund und ich haben uns dabei gut gebattelt. Strategiespiele sind nicht nur für die jüngeren was 😀 Das sind die Spiele, die bei uns am längsten und öftesten bespielt werden 🙂

    Liebe Grüße
    Annkathrin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir haben Dir viel zu erzählen…

Trag dich kostenlos für unseren Newsletter ein und verpasse nichts mehr.

Übrigens: Auch wir hassen Spam und versenden daher höchstens zwei Mails pro Monat.